Schauspielhaus Salzburg
Yellow Line
 

Yellow Line

11. Januar - 15. Februar 2015, Studio
ÖSTERREICHISCHE ERSTAUFFÜHRUNG

Die beiden Autorinnen Charlotte Roos und Juli Zeh verknüpfen diese scheinbar zusammenhanglosen Episoden zu einer bissigen Komödie über westliches Gutmenschentum, Protest und Angepasstheit, den Arabischen Frühling und der Frage: Wieviel Freiheit sind wir bereit für ein fadenscheiniges Versprechen von Sicherheit zu opfern? 

Die Performance-Künstlerin Helene versteigert sich in einem Käfig zugunsten der Revolution in Libyen. Der arbeitslose Webdesigner Paul stellt sicht gegen „das System“ und sieht den Ausweg in der Rettung einer Kuh. Ein nordafrikanischer Fischer wird von der EU-Grenzschutztruppe Frontex aufgegriffen und als mutmaßlich illegaler Immigrant verhaftet und verhört. Und immer wieder erfährt der Zuschauer die Geheimnisse der modernen Kuhhaltung in einem Seminar zum Herdenmanagement. Hier können die Teilnehmer alles über Fruchtbarkeitsmanagement, Tiergesundheit, Fütterungsmanagement und Haltungssysteme lernen...

Sujetfoto: Chris Rogl
Fotos Inszenierung: Barbara Pfyffer & Manuela Seethaler

Autor

Juli Zeh

1974 in Bonn geboren. Jurastudium in Saarbrücken und Studium am Deutschen Literaturinstitut in Leipzig. Viele Auslandsaufenthalte u. a . für die UN in New York, Krakau und vor allem in Sarajevo, Bosnien und Herzegowina haben ihr Schreiben beeinflusst. 2001 erschien ihr erster Roman Adler und Engel. Es folgten Spieltrieb, Schilf und Corpus delicti, Romane, die sie später fürs Theater bearbeitete. Zeh wurde für ihr Werk vielfach ausgezeichnet, u. a. mit dem Deutschen Buchpreis, dem Rauriser Literaturpreis, dem Hölderlin-Förderpreis, dem Ernst-Toller-Preis und dem Solothurner Literaturpreis und in 35 Sprachen übersetzt. 2009 schrieb sie zusammen mit Ilija Trojanow Angriff auf die Freiheit. 2012 erschienen Die Diktatur der Demokraten. Warum ohne Recht kein Staat zu machen ist sowie ihr Roman Nullzeit.

Zuletzt erschien das Theaterstück MUTTI (UA, Ruhrfestspiele Recklinghausen 2014), wieder eine Zusammenarbeit mit Charlotte Roos.

Charlotte Roos

Geboren 1974 in Düsseldorf. Studium der Germanistik und Romanistik sowie am Deutschen Literaturinstitut Leipzig. Anschließend Regieassistenzen am Deutschen Schauspielhaus in Hamburg und am Staatstheater Hannover. Seit 2001 eigene Inszenierungen in Graz, Bochum, Hannover und Zürich. 2007 war sie als Autorin zu den Werkstatttagen am Burgtheater in Wien eingeladen. Am Theaterhaus Jena wurde ihr erstes Stück Die Unmöglichkeit einer Insel (2007) sowie ihr zweites Stück Allergie (2008) uraufgeführt. 2009 wurde Roos mit Hühner.Habichte. zum Berliner Stückemarkt, zu den St. Galler Autorentagen und zum Autorenwochenende am Staatstheater Stuttgart eingeladen sowie 2012 mit Wir schweben wieder zum Heidelberger Stückemarkt und den Autorentheatertagen am Deutschen Theater Berlin u.a.

Das Stück Yellow Line entwickelte sie gemeinsam mit Juli Zeh als Auftragsarbeit für das Staatstheater Braunschweig und das z/k/m-Theater in Zagreb (UA 2012).

Eine Kuh fällt vom Himmel und versenkt das Boot eines nordafrikanischen Fischers im Mittelmeer. Der wird von der EU-Grenzschutztruppe Frontex aufgegriffen und als mutmaßlich illegaler Immigrant verhaftet und verhört. Die Künstlerin Helene versteigert sich in einem Käfig zugunsten der Revolution in Libyen: Protest! Anschließend im All-inclusive-Urlaub mit ihrem Freund Paul möchte dieser aus den engen Abläufen und Verhaltensvorgaben, die unser Leben prägen, ausbrechen. Seine Aufmüpfigkeit endet im Sicherheitsbereich am Flughafen, er übertritt die gelbe Line: Alarm! Ein Agrartechnologe plädiert vor begeisterten Landwirten für ein neues Herdenmanagement: Investieren Sie in die Zukunft Ihrer Kühe! Paul macht die Rettung der Kuh Yvonne zu seinem Lebensinhalt: Flucht!

YELLOW LINE entstand als erste Zusammenarbeit von Juli Zeh und Charlotte Roos. Es war ein Schreibauftrag für eine Koproduktion des Staatstheater Braunschweig und des z/k/m Theater Zagreb und wurde 2012 uraufgeführt.

Das Stück hat viele verschiedene Erzählstränge, die Kernthemen sind Einwanderung nach Europa, Freiheit und Demokratie und professionelles Kuhherdenmanagement; zusammengehalten wird das Stück von Helene und Pauls Geschichte.

Europa als beliebtes Einwanderungsland wird in Frage gestellt: Der im Meer aufgegriffene Fischer Asch Schamich möchte nicht einreisen, sondern wieder in seine Heimat zurückkehren – für den Frontex-Beamten und einen Menschenrechtsaktivisten nicht nur unverständlich, sondern nicht zu glauben. Diese Umkehrung der realen Verhältnisse führt dem Zuschauer auf tragikomische Weise die aktuelle Situation an den Grenzen Europas vor Augen: Allein im Jahr 2014 wissen wir von über 3400 (UN-Angabe) Todesfällen von Menschen auf ihrer Flucht übers Mittelmeer. 2005 war der Ansturm auf den europäischen Grenzzaun in den Spanischen Enklaven in Afrika so stark, dass die Zäune der „Festung Europa“ weiter erhöht wurden. Damals überwanden in fünf aufeinanderfolgenden Nächten Hunderte Flüchtlinge den Zaun und etwa 1200 Menschen wurden bei dem Versuch festgenommen. Anschließend sind sie von den Grenzern in der Sahara ausgesetzt worden. Ärzte ohne Grenzen fuhr den Flüchtlingen in die Wüste nach, spürte aber nur wenige von ihnen auf. Nach diesem Ereignis wurde der Zaun erhöht und die Überwachungen verstärkt. Diese Zurückweisung von Flüchtlingen an der Grenze entspricht eigentlich nicht Europäischem Recht, denn es gilt der Grundsatz der Nichtzurückweisung von Personen, die ein Recht auf Asyl haben könnten. Dieser Grundsatz wird auch verletzt wenn jemand an der Grenze zurückgewiesen wird. (vgl. Gestürmte Festung Europa: Corinna Milborn)

Wohin wollen die Flüchtlinge? Nach Europa wo Freiheit und Demokratie herrscht. Ist das so? Wie gehen wir mit unserer Freiheit und unseren demokratischen Rechten um? Juli Zeh beklagt in einem Artikel für die Zeitung Zeit (2007) eine Erosion unseres demokratischen Denkvermögens. Verursacht wurde diese Veränderung des Denkens laut Zeh durch den Anti-Terror-Kampf. Damit beginnend habe sich das Verhältnis zwischen Staat und Bürgern verändert, das staatliche Kontrollsystem sei nun viel präventiver orientiert. Als Beispiel, das uns im Alltag betreffen könnte, nennt sie den Inhalt einer Gesetzinitiative des deutschen Bundesgesundheitsministeriums, das die Schweigepflicht für Ärzte lockern und die Anforderungen der Krankenkassen verändern möchte. Die Kassen sollen uns nicht mehr in der Not beistehen sondern dürften entlang dieser Initiative vom Bürger erwarten, dass er sich gesund und fit hält. Besonders verwirrend ist, dass Patienten, die sich vermeintlich selbst schädigen, weil sie Raucher oder Alkoholiker sind oder sich beim Sport verletzt haben gemeldet werden sollen: Der Mensch wird also als potentiell schuldig oder unschuldig an seiner Krankheit eingestuft. Der Staat könnte uns in dieser Weise vorschreiben, wie wir mit unserem Körper umzugehen haben. Somit greife er, in dem er uns die Hoheit über uns selbst nimmt, im höchsten Maße in unsere Intimsphäre ein – dem Kern der Demokratie.

Werden wir dadurch sicher? Juli Zeh sagt nein! Dadurch, dass der Staat möglichst viel über seine Bürger weiß werden keine Drogenkartelle aufgedeckt, Terroranschläge verhindert oder  Raubüberfälle vereitelt. Bedrohungsgefühle sind subjektiv: In einer Gesellschaft, die objektiv betrachtet, immer sicherer wird und schwere Delikte wie Mord und Vergewaltigungen zurück gehen, fühlen wir uns immer mehr bedroht. Aber es entspricht der Natur des Menschen sich gerade vor den unwahrscheinlichsten Dingen zu fürchten – weil man sie eben nicht kennt. Für eine Illusion von Sicherheit sind wir also bereit immer mehr von unseren freiheitlichen Bürgerrechten aufzugeben. (vgl. Angriff auf die Freiheit: Juli Zeh, Ilija Trojanow).

Staatliche Macht wird einerseits über die Befugnis zu töten ausgedrückt, heute kommt andererseits das Recht (und die Pflicht) zu leben hinzu. Dass Macht über freiwilliges Befolgen von Regeln ohne jegliche Gewalt etabliert, wird ist nicht neu. In den 1970er Jahren schreibt Michel Foucault in verschiedenen Texten über den Machtbegriff: „Die Fortpflanzung, die Geburten- und Sterblichkeitsrate, das Gesundheitsniveau, die Lebensdauer, die Langlebigkeit mit allen ihren Variationsbedingungen wurden zum Gegenstand eingreifender Maßnahmen und regulierender Kontrollen.“ Wir unterwerfen uns in der Hoffnung auf ein langes und gesundes Leben ohne genau zu wissen wem und warum.

Die sorgfältige Verwaltung des Körpers, des Gesellschafts- und des individuellen Körpers, ist das Thema, dass alle Erzählstränge von YELLOW LINE zusammen hält. Der Kunst von Helene, die ihren eigenen Körper mit Einsperrung peinigt, steht die Missachtung der Rechte von Flüchtlingen gegenüber, deren Körper wir versuchen auszusperren und letztlich zeigen uns die Autorinnen mit der perfiden Verkaufsstrategie der Kuhherdenmanager unsere eigene Einsperrung durch Missachtung unserer demokratischen Werte. 

Die Besetzung

Mit 
Simon Ahlborn
Ute Hamm
Sebastian Martin Rehm
Olaf Salzer
Michaela Schmid
Christiane Warnecke

In den Rollen: Paul, Helene, Clara, Frontex Mitarbeiter, Auktionatorin, Dolmetscherin, Asch-Schamich, Herdenmanager, Security-Beamte, Aufräumerin, Spa-Angestellte, Menschenrechtsaktivist, Anwältin, Zaunbauer, Mubarak, Pilotin

Regie Marion Rothhaar
Ausstattung Barbara Pfyffer
Dramaturgie Alina Spachidis
Sounddesign Marion Rothhaar, Christoph Biribauer
Licht Marcel Busa
Regieassistenz Eva Weingärtler

"Unsere Freiheit stirbt ..."

Ein Gespräch mit Marion Rothhaar, Regie

Yellow Line von Charlotte Roos und Juli Zeh verschneidet, in vielen kurzen Szenen, verschiedene Themen miteinander, den arabischen Frühling, Einwanderung nach Europa, Körperkunst und modernes Herdenmanagement. Was vereint für Dich all diese Themen?
Ich glaube, es geht um die Bedürfnisse der Menschen und Tiere. Entlang unserer Staatsführung und in der Massentierhaltung werden sie nicht mehr als Individuen wahrgenommen. Im Arabischen Frühling starben Menschen, das sind für uns recht abstrakte Nummern. Und sie kämpfen für eine Gesellschaft, wie wir sie in Europa haben, doch wir selber können mit dieser Gesellschaft, wie wir sie haben, gar nichts mehr anfangen – mit der Freiheit und der Demokratie. Die Künstlerin Helene Zibirre, die ihren Körper in einem Käfig vermietet, ist noch die Freiste im Geiste.
Die Bühne benötigt, entsprechend den vielen Themen, auch viele verschiedene Schauplätze. Wie bist Du zusammen mit der Bühnenbildnerin, Barbara Pfyffer, an diese Schwierigkeit herangegangen? Welche Orte wolltet ihr darstellen?
Am wichtigsten war für uns, einen Sehnsuchtsort zu kreieren. Es gab ein Objet trouvé, ein Foto von zwei Hauswänden in einem Arabischen Land, es ist in sehr warmen Farben gehalten und davor geht ein Mann mit einem Kaftan. Ein weiteres solches Objet trouvé war ein Kinderhort in meiner Heimatstadt, der ist von einem Zaun umgeben und in der Mitte ist ein kleines Kinderhäuschen aus Holz. Diese Hütte ist dann auch in das Bühnenbild mit eingeflossen. Wir wollten Europa kreieren und die Arabische Welt in einem
abstrakten Raum, der aber trotzdem Gefühle vermittelt.
Helene, die weibliche Protagonistin, ist Künstlerin und verkauft sich für die Revolution in Libyen. Wenn wir uns eine Künstlerin wie sie im „echten“ Leben vorstellen, könnte sie mit ihrer Protestkunst etwas bewirken oder sehen wir hier nur auf sich selbst bezogene Kunst für die Kunstszene?
Kunstformen wie Performance und Künstlerinnen wie Marina Abramović sind zwar mittlerweile in aller Munde, aber ob diese etwas bewirken muss jeder selber beantworten. Aber die Leute, die sich z. B. zu Abramovićs Performance The Artist is present (MoMA, Yew York 2010) begeben haben, die hat man oft weinen sehen, einfach in Anwesenheit der Künstlerin. Ja, ob man was bewegen kann als Künstler, bleibt immer die Frage, aber sicher kann man auf sich aufmerksam machen, wie die Femen Aktivistinnen und gesellschaftliche Schieflagen anprangern. Im Stück wird genau das auch ein wenig ins Lächerliche gezogen: „Im Käfig sitzen für Libyen“ - „Das ist noch nur Kunst. Völlig harmlos. Ohne jede Bedeutung!“ Aber wenn damit Geld gewonnen wird für einen guten Zweck, dann kann man mit Kunst auch auf dieser Ebene etwas bewirken.
Paul, Helenes Freund, protestiert auch, aber ganz anders als die Künstlerin. Er überschreitet eine gelbe Linie am Flughafen und glaubt damit gegen Fremdbestimmung in unserer Gesellschaft aufzubegehren. Was erreicht Paul damit? Ist das ein Weg des Protests?
Er erricht eine Anzeige (lacht). Sein Widerstandsgeist wird dadurch noch mehr herausgefordert aber er erreicht auf diese Weise nicht besonders viel... Im Stück erreicht er zumindest, dass wir uns mal Gedanken machen, warum wir so viele Regeln einfach so befolgen und wer oder was dahinter steckt.
Ein Frontex-Beamter greift einen vermeintlichen illegalen Einwanderer in die EU im Mittelmeer auf und verhört ihn, ein Menschenrechtsaktivist schaltet sich ein. Aus welcher Perspektive blicken die Autorinnen auf diesen vermeintlichen Arabischen Flüchtling aus Afrika? Was war Dir bei der Erarbeitung dieser Szenen wichtig?
Die Grundsituation der Szenen ist, dass man sich überhaupt nicht vorstellen kann, dass ein Mensch (der vermeintliche Flüchtling) nicht nach Europa will. Dann werden in diesen Szenen die Vorteile von Europa dargestellt, man kann sehr viel Geld verdienen, man könnte sich alle Versicherungen leisten und seine Kinder besser durchfüttern... Aber, dass Europa vielleicht gar nicht der Sehnsuchtsort sein müsste, das fand ich das eigentlich Interessante. So ist es für die Arabische Figur im Stück, die eigentlich dringend nach
Hause will. Das scheint absurd – ist es aber nicht.
Kühe spielen eine große Rolle in Yellow Line . Eine Kuh, die vom Himmel fällt, versenkt das Boot eines Fischers im Mittelmeer, wir bekommen die wahre Geschichte der 2011 in Bayern entlaufenen Kuh Yvonne erzählt und immer wieder erfahren wir, auf einem Seminar für Landwirte die Errungenschaften des modernes Kuhherdenmanagments. Warum Kühe?
Ja also, wir sind ja im Österreichischen hier... (lacht) das bietet sich an, sie stehen ja überall rum, die Kühe. Ich wohne in der Schweiz, da ist das ähnlich... Im Ernst, Kühe sind Nutztiere, die uns umgeben aber über die wir uns wenig Gedanken machen. Sie sind das Sinnbild dafür, dass alle Lebensabläufe mechanisiert werden. Sie sind auf Höfen mit 3000 Tieren nebeneinander und sie befolgen bereitwillig alles, was von ihnen verlangt wird, sie rebellieren nicht besonders... Die Ausnahme ist in dieser Hinsicht Yvonne, sie könnte ein Vorbild sein auch für andere Kühe. Paul sieht in ihr sein Ebenbild, er verbrüdert sich mit ihr und will in einer Kamikaze-Aktion ihren Körper und ihre Seele retten.
Der menschliche Körper ist ein immer wiederkehrendes Thema im Stück, die schon erwähnte Körperkunst
von Helene, der überregulierte Gesellschaftskörper der Europäer – den Du ja mit den Kühen angesprochen hast – und die eingepferchten Körper der Flüchtlinge. Das Stück zeigt Europäische Machtstrukturen zwischen freiwillig befolgten Zwang zum Leben (Gesundheitsvorsorge, Geburtenratenregulierung ...) wie beim Herdenmanagement und der alten „Mächtigkeit des Todes“ (Michel Foucault) durch welche die Gesellschaft auch reguliert wird, auf, z. B. die Flüchtlinge, deren Tod wir alltäglich zur Erhaltung unseres Lebenstandards in Kauf nehmen (2014 wissen wir von über 3400 Personen, die auf der Flucht im Mittelmeer starben). Was bedeuten Freiheit und Demokratie in diesem Europa?

Wir zahlen einen sehr großen Preis. Wir können nur so leben, wenn wir ganz große Scheuklappen aufsetzen und die Medienberichte nicht an uns ran lassen. Ich glaube schon, dass in einem Grossteil der Bevölkerung eine Sensibilisierung stattfindet, aber in einem ganz großen Teil auch das Gegenteil der Fall ist. Die Pegida -Bewegung in Deutschland, die die „Islamisierung des Abendlandes“ befürchtet, was ja überhaupt nicht passiert – ist leider nicht nur völlig albern, sondern auch gefährlich. Unsere Freiheit stirbt
mit übertriebenem Streben nach Sicherheit, um es mit Kurt Tucholsky kurz zu fassen.

Das Gespräch führten Alina Spachidis und Theresa Taudes