Schauspielhaus Salzburg
REIGEN
 

REIGEN

von Arthur Schnitzler
 

Regie: Anne Simon
Ausstattung: Isabel Graf
Premiere: Sa. 1. Februar 2020, Studio freie Platzwahl
Spieltermine bis 31. März 2020
Dauer: 1:30 Stunden, keine Pause
ab 16 Jahren

Information für Schulen:
Schnitzlers Reigen ist ein Kernstück theatralischer Auseinandersetzung mit Sexualität in verschiedenen Formen. Bitte beachten Sie, dass diese nicht nur thematisiert, sondern auch dargestellt wird. Dies geht auch in sensible Bereiche wie sexuelle Gewalt oder partielle Nacktheit. Wir empfehlen Ihnen, von unserem umfassenden theaterpädagogischen Angebot Gebrauch zu machen.


Sujetfoto: Chris Rogl

AUS AKTUELLEM ANLASS
Informationen des Bundesministeriums

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In der Liebe ist alles erlaubt – das wusste natürlich auch Arthur Schnitzler. Mit dem „Reigen” – seinem einzigartigen Theaterstück um Liebe, Lust und Leidenschaft – karikierte er die Moral- und Wertvorstellungen seiner Gesellschaft und provozierte zur Uraufführung im Jahr 1920 einen riesigen Skandal. Es folgte ein Prozess wegen Erregung öffentlichen Ärgernisses. Was damals schockierte, ist heute Teil unserer gesellschaftlichen Realität und doch gibt es bisher kein treffenderes, poetischeres und amüsanteres Theaterstück über die Abgründe der Liebe in all ihren Facetten.

Von der reinen Lust und Triebhaftigkeit, von Betrug und Abhängigkeit, von Lüge und Täuschung, von Koketterie und Eitelkeit und vielleicht auch der naiven, wahrhaftigen Liebe – Schnitzlers Reigen durchwandert alle gesellschaftlichen Schichten und Altersklassen, denn die Leidenschaft macht vor niemandem Halt.

ARTHUR SCHNITZLER

Arthur Schnitzler wurde 1862 als Sohn des jüdischen Arztes Johann Schnitzler in Wien geboren. Er trat in die Fußstapfen des Vaters. Mit zunehmender literarischer Tätigkeit schränkte er die Arbeit in seiner Privatpraxis immer weiter ein, gab diese jedoch nie auf. 1895 gelang ihm mit der Novelle „Sterben“ der literarische Durchbruch, im selben Jahr wurde sein Schauspiel „Liebelei“ im Burgtheater uraufgeführt. Schnitzlers aufblühende Karriere fand mit Ausbruch des 1. Weltkrieges ein jähes Ende. Doch schon zuvor waren Schnitzler und sein Werk immer wieder heftigen Angriffen ausgesetzt, da er sich in seiner Darstellung von tabuisierten Themen nicht einschränken ließ. Nach der Trennung von seiner Frau Olga erzog er seine Kinder Heinrich und Lili alleine. Lilis Selbstmord im Jahr 1928 erschütterte ihn tief. Drei Jahre später starb er an den Folgen eines Gehirnschlags.

Die Besetzung

Junger Herr, Dichter Simon Jaritz-Rudle
Stubenmädchen, Süßes Mädel Magdalena Oettl
Soldat, Ehegatte, Graf Bülent Özdil
Dirne, Junge Frau, Schauspielerin Tilla Rath

Regie Anne Simon
Ausstattung Isabel Graf
Dramaturgie Tabea Baumann
Licht Marcel Busá
Regieassistenz Julia Prosch
Maske Marliesa Hagn

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